Donnerstag, 2. Juni 2011
Geheimnisvoller Durmitor
Montag, 9. Mai 2011
Dürüm Dürüm
Die Reise von Slowenien in die Schweiz haben wir diesmal mit dem Auto unternommen. Da wir tagsüber gereist sind, habe ich zum ersten Mal bewusst wahrgenommen, wie diese „Autobahn-Landschaft“ quer durch Österreich und Deutschland überhaupt aussieht. Den Weg zwischen den zwei Heimaten habe ich bereits einmal zu Fuss abgeschritten. Damals brauchte ich von Bern bis an die slowenische Grenze ganze zwei Monate. Mit dem Auto schafft man diese Reise in 10 Stunden. Autobahn-Fahren ist schrecklich. Es ist ein Reisen ohne Atem, ohne Sinn. Denn wenn der einzige Sinn des Reisens derjenige ist irgendwo anzukommen, dann sollte man es besser sein lassen. Immerhin habe ich an einer Raststätte in der österreichischen Steiermark Bekanntschaft mit einem türkischen Fernfahrer gemacht. Seine kleine Küche im unteren Teil des Lastwagens war bezaubernd. Auf einem Gasherd kochte der Mann starken Schwarztee und an einem Bindfaden hingen Trockenwürste. All das passte irgendwie überhaupt nicht an diese Raststätte. Doch für mich war diese Begegnung ein Durchatmen. Das Bild des Teetrinkenden Fernfahrers durchbrach die Sterilität der Raststätten-Kultur und liess mich aufatmen. Der Mann war unterwegs nach Italien, dort würde er seinen Lastwagen aufs Schiff verladen und dann auf dem Seeweg in die Türkei fahren. Die Waren, die er geladen hatte, würde er später noch bis in den Irak bringen müssen. Dürum, Dürum, meinte er zum Abschied. Dürum, Dürum sagte ich, und nehme an, dass man sich dermassen auf türkisch verabschiedet.
Dienstag, 26. April 2011
Paloma
Übrigens: Die abgebildete Torte ist nicht zum Verzehr gedacht. Vielmehr ist sie ein Hilfsmittel für nach dem Verzehr jeglicher Torten. Sie war mein Geburtstagsgeschenk aus der Fabrik Paloma!
Sonntag, 10. April 2011
Pohorje
Mittwoch, 6. April 2011
Perspektivenwechsel
Samstag, 2. April 2011
Rollschuhlaufen
Mittwoch, 30. März 2011
Feier im Schloss Fala
Empfangen wurden wir alle im Eiskeller des Schlosses. Dies ist eine Art Pavillon, der sich am äussersten Rand des Schlossgartens befindet und in innerhalb dessen Mauern die Temperaturen auch im Sommer eine sehr angenehme Frische aufweisen. Der Butler Blaz liess uns wissen, dass in früheren Zeiten in diesem Pavillon Eisstücke bis in den August hinein aufbewahrt werden konnten. Das Eis wurde aus der Drava geholt welche damals im Winter noch über weite Stellen zufrieren konnte. Heute hat dieser altertümliche Eiskeller seine Funktion verloren und auch die Drava friert nicht mehr zu genau so wenig wie die Flösser auf ihren langen Schiffen von Maribor in Richtung Belgrad und später bis ins Schwarze Meer fahren; alle paar Kilometer staut die Mauer eines Elektrizitätswerkes den Lauf der Drava. Der Eiskeller vermochte jedoch den Aperitif-Schnaps auf eine angenehme Temperatur runter zu kühlen und man genehmigte sich das ein oder andere Gläschen.
Im Schloss selber wurden wir anschliessend vom Grafen persönlich empfangen, der uns in seiner schwarzen Robe durch seine Gemächer führte. Die Räume des Wohntrackts des Schlosses Fala sind eine wahre Fundgrube für Spürnasen. Überall liegen, hängen und stehen alte Objekte, eine angebrannte Zigarre liegt auf dem Tisch, daneben ein alter Revolver, irgendwelche vergilbte Fotografien liegen verstreut auf dem Nachttisch neben dem schweren dunklen Holzbett, ein Hemd hängt zerknittert über einem Stuhl, gerade so, als hätte sich jemand eben erst aus dem Bett geschlichen und unauffällig das Weite gesucht. Was hier in Fala gelebte Realität und was nur Spiel ist lässt sich schwerlich sagen. Man ist geneigt zu glauben, der Graf Milan Slavic lebe wirklich so, umgeben von all diesen alten, scheinbar nutzlosen Dingen, alleine mit seinem Butler in diesem Schloss an der Drava mit seinen Dutzenden von Zimmern und der Unzahl an Kellerräumen, welche sich tief unter dem Schloss Labyrinth ähnlich ausdehnen. Das Nachtessen bei Kerzenlicht im Roten Saal liess nichts zu wünschen übrig. Alles aus dem Holzofen der Schlossküche, zubereitet von den Köchen des Schlosses Fala.
Es war definitiv eine andere Welt, welche uns später im Jazzclub Sachmo in Maribor erwartete, in welchem wir das Fest in Ruhe ausklingen liessen.
Ich bin sehr glücklich darüber, dass so viele Freunde den Weg nach Fala gefunden haben. Aus der Schweiz Flo, Johanne, Cynthia und natürlich auch der Mitbegründer der gehcrew, mein lieber Freund dan. Aus Sarajevo ist Boris angereist, im Gepäck eine grosse Packung bosnischen Kaffees und eine Kiste der wohl besten Ratluks, die es zur Zeit in der bosnisch-hercegowinischen Hauptstadt zu finden gibt. Natürlich sind auch aus Maribor zahlreiche Freunde ans Fest gekommen. All Ihnen ein herzliches Dankeschön!
Montag, 21. März 2011
Blick nach innen
„Bei deiner Geburt warst du ohne Gedanken. Nimm diese Wahrheit so tief wie möglich in dein Herz auf, denn dann öffnet sich dir eine Tür. Wenn man ohne Gedanken geboren ist, dann ist das Denken ein Produkt der Gesellschaft. Die Existenz geht dem Denken voraus.“
Osho